Beim Leipzig Marathon zog es vier Läuferinnen und Läufer unseres Läuferbunds an den Start des Halbmarathons. Alle gingen mit eigenen Zielen und Erwartungen ins Rennen. Die Wettervorhersage klang zunächst wenig einladend, Regen und Sturm waren angekündigt. Doch der Vormittag zeigte sich überraschend ruhig, fast schon wie die bekannte Ruhe vor dem Sturm.
Um 9:30 Uhr starteten zunächst die Marathonläuferinnen und Marathonläufer. Die Bedingungen waren nahezu perfekt, bewölkt, kaum Wind und angenehm kühl. Unsere Halbmarathonstarter beobachteten das Geschehen gespannt und warteten selbst noch etwas nervös im Startbereich. Währenddessen erreichten bereits die ersten Marathonläufer das Ziel, sogar die schnellste Frau kam noch vor dem Halbmarathonstart ins Ziel, eine beeindruckende Leistung.
Pünktlich um 12:15 Uhr fiel dann der Startschuss für den Halbmarathon. Die Nervosität wich und das Adrenalin übernahm. Doch nur wenige Minuten nach dem Start änderte sich das Wetter schlagartig. Aus leichtem Nieselregen wurde schnell starker Regen, der die Straßen von Leipzig in kürzester Zeit unter Wasser setzte. Zwischen Pfützen und nassen Schuhen fühlte sich das Ganze zeitweise eher nach Aquajogging als nach einem Wettkampf an. Mit der Zeit wurde es auch windiger und das Rennen entwickelte sich zu einem echten Kampf gegen die Elemente. Die Kälte kroch langsam in die Körper und machte die Bedingungen zusätzlich anspruchsvoll. Umso wichtiger war die Unterstützung der Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke. Trotz des Wetters hielten sie durch und sorgten mit ihrem Cheering vom Straßenrand für großartige Stimmung.
Auch sportlich gab es starke Leistungen zu feiern. Anja und Franziska erreichten das Ziel in 2:24:19 und 2:07:14. Erik verpasste seine anvisierte Zeit von 1:30 nur knapp und lief mit 1:31:54 ein sehr starkes Rennen. Lotta zeigte eine herausragende Leistung, lief in 1:21:38 persönliche Bestzeit und sicherte sich damit den Sieg bei den Frauen.



Am Ende waren zwar alle kalt und komplett durchgefroren, doch nach einer heißen Dusche und mit etwas Abstand waren alle wieder wohlauf und konnten stolz auf ihre Leistungen zurückblicken.
