Fichtelberg-Staffellauf

Am Samstag, dem 06.06.2015, stellte sich unser Verein einer ganz besonderen Herausforderung. Eine Belastungsprobe auf höchstem Niveau - ein Staffellauf: Chemnitz-Fichtelberg und zurück. Unser 9köpfiges Laufteam hatte 127,9km und fast 3400 Höhenmetern vor sich. Dieser Lauf hatte einen ganz besonderen Reiz, ein gemeinsames Ziel, jeder gibt seine Bestleitung für den Anderen, sich aufeinander verlassen können.
Ich, für meinen Teil kann nur sagen: "Es war ein genialer Tag! Der Zusammenhalt in unserem Team war Top. Jeder hat sich um den anderen gekümmert und gesorgt. Absolute Spitzenleistung von Läufern und Betreuern. Daumen hoch - großes Kino."

Nicht nur das die Strecke überaus anspruchsvoll war, hat es das Wetter zu gut mit uns gemeint. Der Startschuß fiel 7:00 Uhr bei "kühlen" 24 Grad und strahlend blauen Himmel in Chemnitz, steigerte sich allerdings bis auf ca. 35 Grad. Als "Staffelstab" wurde ein GPS-Gerät von Läufer zu Läufer gereicht. Ein sehr großer Vorteil, dank dem Online-Live-Ticker konnten wir immer die aktuelle Position unseres Teams beobachten und an zugänglichen Punkten für die Versorgung sorgen. Eine geniale Idee und Durchführung der Veranstalter Lauf-Kultour und larasch. Dankeschön an Euch!

Folgende Etappen wurden gelaufen:

Etappe 1 - Das Schloss
Anja Herzog (14,3km/307hm/1:20:41Std.)

Vom Sportforum geht es durch den Stadtpark entlang der Chemnitz über Försterwinkel und Eisenweg nach Klaffenbach. Der daran anschließende Golfplatz wird links und rechts liegen gelassen, bevor es einen harten Anstieg bis auf über 500m über Null vor Burkhardtsdorf geht. Danach folgen noch ein paar entspanntere Meter bergab bis zum ersten Wechselpunkt.

Etappe 2 - Die Qudratwurzel
Sven Wiedemann (14km/400hm/1:14:44Std.)

Von Burkhardtsdorf geht es jetzt fast kontinuierlich bergan. Ähnlich wie der Graph einer Quadratwurzelfunktion ist der Anstieg anfangs recht steil und flacht zunehmend ab. Nichts desto trotz geht es bergauf. Insgesamt werden auf den circa 14 Kilometern 400 Höhenmeter bewältigt. An der Jugendherberge Hormersdorf wartet dann das ersehnte Ziel.

Etappe 3 - Der Junger Jäger
Manja Mann (13,5km/193hm/1:16:23Std.)

Ein knackigen Anstieg bis zum Fernsehturm von Geyer auf knapp 750 Metern über Null ist zu bewältigen. Der folgende Streckenteil geht durch Wälder und über Wiesen bergab bis ins Gewerbegebiet von Elterlein. Der Staffelstab wird dann am Waldgasthaus Jägers Ruh weiter gereicht.

Etappe 4 - Das Doppelbecken
Jens Schilhan (13,2km/414hm/1:06:06Std.)

Anfangs geht es eben und sogar ein wenig bergab dahin. Aber dann: Über die Staumauer des Unterbeckens führt der Weg direkt drüber. Konkret bedeutet das: Man muss erst einmal soweit hoch. Von dort steigt die Strecke noch weiter an und verläuft am Oberbecken vorbei. Der höchste Punkt wird auf 838 Metern erreicht. Zum Ephraimhaus geht es dann wieder bis auf rund 550 Meter bergab. Hier warteten Erfrischung, Pause und der nächste Läufer.

Etappe 5 - Die Königsetappe
Heiko Bartsch (14,7km/857hm/1:29:28Std.)

Der Name sagt schon alles. Ein gutes Stück Arbeit. Wer diesen Teilabschnitt in Angriff nimmt, kann sich wirklich als "König" bezeichnen lassen. Aber auf dem Fichtelberg wird man dann für all die Strapazen entlohnt: Ausblick, Verpflegung und endlich darf der nächste weiter machen. RESPEKT!

Etappe 6 - Der Flieger
Kai Birgfeld (16,2km/173hm/1:14:55Std.)

Vom Fichtelberg muss man wieder runter. Schön wäre es, wenn das im Fliegen klappen könnte. So ungefähr muss sich auch die sechste Etappe anfühlen. Rund 720 Höhenmeter fliegt man bergab bis zur Staffelstabübergabe. Diese mehr als 16 Kilometer vergehen wohl wirklich wie im Flug. Man merkt kaum, wie Neudorf, Sehmatal, Crottendorf und Sehma förmlich an einem vorbei fliegen.

Etappe 7 - Amerikas W
Jens Lorenz (12,5km/344hm/1:01:48Std.)

Von Neu-Amerika aus wird es Höhenprofil-technisch wirklich wild. Obwohl Start und Ziel mit 660 Metern über Null fast genau gleich hoch liegen, geht es dazwischen bergauf, bergab, bergauf, bergab und nochmal bergauf. Das "W" als Beschreibung für diesen wilden Ritt drängt sich bei Ansicht des Höhenprofils regelrecht auf. Über Tannenberg und Geyer führt die Strecke bis zum Freizeitbad Greifensteine.

Etappe 8 - Sinus
Benjamin Heinz (17,1km/360hm/1:17:46Std.)

Wenn man sich eine Sinus-Kurve anschaut, verläuft sie auf und ab und das immer wieder. Als ähnlich schwungvoll ist der Weg über die Greifensteine, Thum und Gelenau bis zum Sportplatz in Kemtau zu bezeichnen.

Etappe 9 - Der Teufelsdreier
Michael Siegel (13,3km/344hm/1:18:11Std.)

Zum Abschluss des Staffellaufs warten noch drei teufliche Anstiege, die es zu überwinden gilt. Dass es keine leichte Aufgabe wird, kann sich vermutlich jeder vorstellen. Aber dafür warten die restlichen acht Teammitglieder ein paar Meter vor dem Ziel und nehmen den letzten Helden in Empfang.

Die Ziellinie wurde gemeinsam überschritten, schließlich haben zusammen fast 3.400 Höhenmeter überwunden und annähernd 130 Kilometer absolviert – eine fantastische Leistung! Unser Team erkämpfte sich Platz 6 in der Gesamtwertung in einer Zeit von 11:19:02 Std.

Vielen Dank an alle Läufer und Läuferinnen, die den Tag zu etwas unvergesslichem gemacht haben! Alle haben super gekämpft.
Vielen Dank an unsere Betreuer Carola Wendt, Steffen Großer (Fahrradbegleitung), Sven Wiedemann und Jens Lorenz - ohne Euch hätten wir diese Leistungen nicht bringen können.
Vielen Dank natürlich an die Veranstalter - Ihr habt uns gezeigt, was Teamplaying bedeutet!

Der Start Unser König Das Ziel