Was für ein Tag - einfach sagenhaft!

Schwarzenberg ist im nächsten Jahr Ausrichter des „Tages der Sachsen“. Unsere OB Frau Hiemer übernahm zu diesem Zwecke am Sonntagabend den Staffelstab vom Freiberger OB Schramm mit vielen guten Wünschen. Daß die Vorstellungen eines Staffelstabes allerdings sehr subjektiv sein können, erschloß sich uns just in diesem Moment. Was für ein Teil! Sehr schick, aus Edelstahl, einen halben Meter lang und….schwer.. Egal-es gibt kein Zurück-der Stab kommt nach Schwarzenberg!

Montag – 10 September 9 Uhr am Wasserturm in Freiberg

Ausgeschlafen gingen unsere beiden Startläufer Jens Lorenz und Steffen Großer an den Start. Großer Bahnhof schon zu Beginn. Unsere OB Frau Hiemer, der Freiberger OB Herr Schramm, Ritter Georg mit seinem Burgfräulein, alle waren gekommen und wollen uns auf die 87 km lange Reise unterteilt in 6 Etappen schicken. Wir freuen uns über die Resonanz. Ein langer anstrengender Tag lag vor uns und viele offene Fragen: Was wenn wir uns verlaufen? Reicht die Zeit? Kommen alle gut durch? Hatten wir an alles gedacht? und und und…
Wir wurden von der Stadt Schwarzenberg mit atmungsaktiven gelben TagderSachsen2013-T-Shirts eingekleidet, ein paar Pressefotos und Interviews und los gings.

Etappe 1: Freiberg-Großwaltersdorf – 20 km

Unsere Männer machen eine sportliche Figur - bewaffnet mit Staffelstab und Schwarzenberger Stadtfahne und Begleitfahrzeug gelber Rundumleuchte (Yeah!). Es geht „gemütlich“ durch den Freiberger Wald, ohne Orientierungsschwäche. Wir erreichen nach ca. 15 km die Hauptstraße hinter Gränitz, die uns direkt zum Zielort führt. Nach 20 km pünktlich vor 11 Uhr empfangen uns die Dreikäsehochs vom Kindergarten Regenbogen. Die kleinen Knirpse wedeln lautstark spalierstehend mit selbstgebastelten Sachsen-Fahnen – was für ein Bild. Wir freuen uns riesig, hatten wir doch gar nicht damit gerechnt. Wir wollen doch nur laufen. So kann´s weitergehen. Die Städtischen Vertreter überreichten an die Kleinen mit Grüßen aus Schwarzenberg Ritterschwerter, Schilder und edlen Kopfschmuck für Burgfräuleins. Wieder viel Presse und anhaltendes Kinderlachen – es läuft! Wir sind happy.

Etappe 2: Großwaltersdorf-Lengefeld – 11 km

Ernst Rollinger und René Lauckner übernehmen Stab und Fahne und weiter gings. Die Sonne meint es zu gut mit uns. Die Strecke wurde welliger, es ging hoch und runter, wir sind im Erzgebirge. Es ist warm und die „Utensilien“ schwer. Nach reichlich 10 km und einem ordentlichen Schlußanstieg erreichen unsere beiden gutgelaunt 12 Uhr die private Kita Spatzennest. Die kleinen süßen Knirpse versorgen unsere Läufer mit einem großen Käseigel – Spieße mit Käse und Weintrauben – lecker! Auch der Bürgermeister ist herbeigeeilt und alle freuten sich mit uns, Teil des Staffellaufes zu sein. Auch hier wieder Geschenke an die Zwerge mit leuchtenden Kinderaugen.

Etappe 3: Lengefeld-Marienberg – 12 km

Ernst und René wollen weiterpowern, sie sind ja schließlich Langstreckenläufer. Es geht erst über Stock und Stein. Welche Richtung? Jens Lorenz schwingt sich zu Begleitzwecken aufs Rad, Ausgleichbelastung sozusagen. Durch den Wald gut gefunden bis Kalkwerk laufen sie über Lauterbach (der andere grüne Schnaps…) weiter die Hauptstraße lang, hoch und runter, viele Kilometer lang. Die Mittagssonne brennt, aber unsere Männer kämpfen tapfer. Erschöpft und glücklich erreichen wir 13.10 Uhr den Marienberger Markt. Herzog Heinrich winkte uns schon zu. Wieder empfangen uns zahlreiche Zuschauer und die Zwerge aus der AWO-Kindertagesstätte Buratino sangen „Sing mei Sachse sing“. Genial!

Etappe 4: Marienberg - Annaberg – 18 km

Angela Riehs, Jens Schilhan und Sven Wiedemann übernehmen den Staffelstab und es liegt eine ordentliche Bergetappe vor ihnen. Im Biergarten zu sitzen wäre bei den Temperaturen auch nicht schlecht gewesen. Aber erst die „Arbeit“! Im Radio werden wir gegrüßt. Wieder nur Hauptstraße, diesmal mit viel (verständnisvollem) Verkehr, bis zum letzten Serpentinen-Anstieg ab Mauersberg. Zehn prozentige Steigung und es scheint kein Ende zu nehmen. Die Sonne brennt, unsere Laufmannschaft kämpft und schwitzt. Steffen Großer war inzwischen auf dem Fahrrad als Schlußmann unterwegs. Unsere Läufergruppe muß beschützt werden. Die Stimmung bleibt gut. Die Vorfreude auf den Empfang steigt. Die Folgeläufer gesellen sich kurz vor Schluß zu uns. Wir laufen als gelber Troß durch Annaberg zum Gründer- und Dienstleistungszentrum und werden planmäßig 15.10 Uhr vom Regionalmanagment Erzgebirge empfangen. Wir vermissen die selbstgebastelten Fähnchen ein bißchen.

Etappe 5: Annaberg – Scheibenberg – 10 km

Das Ziel rückt näher, beste Kaffeezeit. Aber wir müssen noch laufen. Philipp Linser und Andre Viertel tragen den Staffelstab weiter und der nächste Anstieg ist niederzuringen-nach Buchholz hoch. Kilometer um Kilometer laufen sie. Weiter durch den Wald, die Bahnschiene entlang. Es ist sehr warm, wir wollen immernoch schnell zum nächsten Ziel. Im Radio wird unsere baldige Ankunft in SZB angekündigt. 16.25 Uhr werden wir in Scheibenberg von der Fa. Vollmann, der Brauerei Fiedler und dem Bürgermeister empfangen. Durst! Aber nur Wasser….wir müssen ja noch ein Stück.

Etappe 6: Scheibenberg – Schwarzenberg Wildenau – 13+3 km

Philipp läuft weiter mit unserem Jürgen Lang und den WSG-Sportlern Gabi Silabetzky-Vogel und Andreas Heinzel - auch dabei der Projektleiter des Tages der Sachsen 2013 Thomas Hahn, dem nicht nur 3 Tage Standdienst in Freiberg in den Knochen steckten. Er war auch früh mit uns auf den Beinen und schon die ganze Strecke mitgefahren, um an den Etappenorten Schwarzenberger Grüße zu hinterlassen. Respekt!

Das Ziel rückt näher. Wir sind alle geschafft, aber zum Glück bald da – in der Heimat.

Gabi´s gute Ortskenntnis führte die Läufer auf direktem Weg durchs Waldgelände über Langenberg nach SZB-Wildenau, wo schon die Lauf-Unterstützung wartete. 17.30 Uhr nehmen alle unsere Etappenläufer, weitere LB-Aktive, eine große Schar WSG-Sportler und weitere Laufenthusiasten eskortiert von der Polizei gemeinsam gutgelaunt für die letzten 3 km den direkten Weg über die B 101 in Schwarzenberg zur Ritter-Georg-Sportstätte. Dort jubeln uns viele Zuschauer schon an der Straße zu und im Sportgelände ist der Teufel los. Wir sind angekommen! An unsere OB Frau Hiemer (inzwischen auch im gelben T-Shirt und sichtlich glücklich) konnten wir den Staffelstab nun endgültig in Schwarzenberg übergeben. Die Stimmung ist riesig. Ritter Georg umarmt sein Burgfräulein. Die Sportakrobaten vom PSV zeigen ihr Können. Die Stadt spendiert Roster und Getränke. Wir bekommen als Dankeschön die ersten "Sachsen-Drillinge", hergestellt bei LAUTERGOLD. Und die gelben T-Shirts dürfen wir auch behalten. Wir sind ganz schön platt, aber total glücklich. DANKE Schwarzenberg!

Wir danken ebenso für die herzlichen Empfänge in den Etappenorten, der Stadt Schwarzenberg für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Staffellaufes, der WSG Wildenau-Schwarzenberg und allen anderen Beteiligten vor und hinter den Kulissen. Diesen Tag tragen wir in unseren Herzen.

2. Hospiz-Spendenlauf Erlabrunn - jeder Gummi zählt!

Wie schon im Vorjahr sind wir gern der Einladung zum 2.Hospiz-Spendenlauf nach Erlabrunn gefolgt. Durch Überlagerung von mehreren Laufterminen haben wir zwar diesmal mit einer kleineren Mannschaft teilgenommen, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Gemeinsam mit FCE-Kicker Skerdilaid Curri, der auch fleißig Autogramme schrieb, wollten wir eine „anständige“ Rundenzahl abliefern. Der etwas wellige 1,1 km Rundkurs durch das Klinikum hatte es in sich, aber das kannten wir ja. Umso erstaunter nahmen wir die Ansage unseres Star-Fußballers zur Kenntnis, 14 Runden in der einen Stunde schaffen zu wollen. Wir nahmen die Herausforderung gern an, auch wenn die sportliche Leistung an diesem Tag nicht das Entscheidende war. Schließlich steckten uns die Ereignisse der Vorwochen in den Knochen und ein großes Ereignis am Folgetag wartete auch schon auf uns.
Pünktlich 10.05 Uhr gingen die Teilnehmer in spätsommerlicher Sonne auf die Strecke. Nach jeder Runde sammelte man einen Gummi für die Endabrechnung. André Viertel, Alexander Menzel samts Sohnemann, Steffen Großer, Sven Wiedemann und Karl-Heinz Schreiber erliefen dank ihrer Sponsoren eine sportliche stattliche Summe.
Vierzehn Runden schafften wir aber nicht, Skerdi auch nicht. Macht aber nix.