11. Kristall-Marathon Merkers

Bericht von Kathrin Müller

Gibt es mitten im Februar irgendwo auch einen Lauf ohne Eis, Schnee und diese endlos kalten Temperaturen?  Ja, im Erlebnisbergwerk Merkers - den Kristallmarathon!

Die Plätze sind auf 500 Starter limitiert und immer schon frühzeitig ausgebucht. Mit etwas Glück und Geduld haben wir von 10 km noch auf die Halbmarathondistanz umbuchen dürfen. Ganz unten aus dem Kleiderschrank wurden die "kurz/ kurz"-Laufsachen rausgekramt und ein Fahrradhelm.

Nach der spektakulären Einfahrt und dem fast schon abenteuerlichen Shuttle mit dem LKW erwarteten uns in einem hallenähnlichen Großbunker nicht nur der größte untertägige Schaufelradbagger sondern auch wirklich angenehme Temperaturen, die mein Herz erfreuten und schon wieder die Vorfreude auf den Frühling wach werden ließen.

Nach den üblichen lauftechnichen Vorbereitungen ging alles Schlag auf Schlag (Mädels, ;-) unter Tage gibt es sogar Toiletten OHNE Warteschlangen!!). Eine Lasershow verzauberte den Festsaal in ein Lichtermeer und schon wurden die 10er auf die Strecke geschickt. Zweimal bekamen diese beim Rundendurchlauf unseren Beifall zu spüren, um dann nach der dritten Runde die verdiente "Fahrmarke" (Medaille) in Empfang zu nehmen. Bevor die letzten eintrafen, ertönte schon der Startschuss für den Marathon (13 Runden) und Halbmarathon (7 Runden).

Das Läuferfeld wurde gleich zu Beginn von kurzen knackigen Anstiegen begrüßt, doch wo es hoch geht, geht es bekanntlich auch irgendwann wieder runter.... Ich persönlich fand diese 3,3 km lange Runde relativ kurzweilig. Laufen in diesen dezent beleuchteten tiefen Gängen, unter den unzähligen Tonnen Gestein und Salz, die über einem drohnten, das ist schon ein spezielles und besonderes Flair. Auch hatte ich den Eindruck, dass ich unter Tage überhaupt kein Zeitgefühl mehr hatte. Die ersten sechs Runden waren vorbei und während der siebenten und für mich letzten Runde stellte ich mir vor, wie es wäre, wenn ich jetzt noch 6 Runden für den Marathon anhängen müsste.....  Riesenrespekt vor allen Marathonis!! Ich war glücklich nach 22,75 km und 375 Höhenmetern  500 m unter der Erde das Ziel erreicht zu haben.

Es war wieder ein unvergesslicher Lauf, den ich unter meinen Lauferlebnissen abspeichern darf.